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Ortsgemeinde Schutz / Vulkaneifel
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Geschichten • Gedichte • Sagen

Auch Schutz weiß einiges aus alter Zeit zu berichten.
Nicht wenig Anteil an dieses Sagen und Geschichten haben die bis zu vier Mühlen, die in der Nähe angesiedelt waren.


Die Sage um die Rutschmühle

In der Nähe des Ortes Schutz stand einst eine alte Getreide- und Ölmühle.

Um das Jahr 1815 ging eine junge Frau aus Schutz zu der besagten Mühle, als sie einem Mann begegnete, der einen schweren Sack über der Schulter trug. Es war Martin, der älteste Sohn des Müllers. Es war eine schaurige Last, die er da schleppte, hatte er doch im Streit seinen eigenen Bruder erschlagen. Als er der Frau ansichtig wurde, legte er den Sack ab und rang ihr das Versprechen ab, niemandem etwas von dieser Begegnung zu verraten. Andernfalls würde er auch sie in den Sack stecken. In ihrer Angst blieb der Frau nichts anderes übrig, als das zu schwören, zumal sie die Beine eines Menschen aus dem Sack herausschauen sah. Martin, der Mörder, verscharrte daraufhin die Leiche seines Bruders im Waldboden.
In der Geisterstunde aber sah man den Erschlagenen mit zwei Hunden und einem Gewehr durch die Gegend irren, wie der Volksmund berichtet. Der Mörder fand auch keine Ruhe mehr. Er verkaufte die väterliche Mühle und begab sich ins Ausland.

Ängstliche Leute aber wollen nachher noch oft den Geist des Ermodeten in der Nähe der alten Mühle gesehen haben, wie er sich in Gestalt eines weißen Marders gespenstisch auf dem Räderwerk der verlassenen Mühle umhertrieb, um dann schließlich mit einem entsetzlichen Schrei in den nahen Bergen zu verschwinden.

Später versuchte noch einmal ein fremder Müller, die Rutschmühle in Gang zu setzen, um dort wieder Getreide und Öl zu mahlen. Als aber auch er eines Nachts den weißen Marder erblickte, musste er an die Geistergeschichte denken, die man in der Gegend erzählte. Als er nun mit seiner Schrotflinte nach diesem Tier schoß, ereignete sich etwas Entsetzliches. Der Marder zerriß in einzelne Teile, und jedes Teilchen wurde wiederum zu einem neuen Marder. Da packte selbst diesen mutigen Müller das Grauen, und er verließ noch am folgenden Tag die Mühle, die man von da an mied. Nur wenige Mauerreste deuten heute noch auf die ehemale Mühle hin.

Steffens


Schutzer Gedicht

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Schutzer Talhymne

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